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Alarmstufe Rot: Wir sind eine von bundesweit 8.200 Firmen und Organisationen, die in der Nacht am 22.Juni im Rahmen der bundesweiten Aktion #NightofLight2020 ihren rotleuchtenden Apell in den Nachthimmel sendeten. Wir wollen damit die Initiatoren unterstützen, die mit der Politik über geeignete Hilfen für die Veranstaltungsbranche sprechen möchten.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Veranstaltungsbranche

Was viele vielleicht nicht wissen: Die Eventbranche ist zahlenmäßig die sechstgrößte Branche in Deutschland, sie erwirtschaftet ca. 130  Milliarden Euro Umsatz und beschäftigt insgesamt 1,5 Millionen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Quelle: Research Institute for Exhibition and Live-Communication (RIFEL):VERANSTALTUNGSBRANCHE, Bericht über die mittelfristigen Folgen von Corona, Berlin März 2020).

Unser rot leuchtendes Firmengebäude.

First In – Last Out

Die Größe und wirtschaftliche Bedeutung ist vielleicht deshalb nicht so leicht zu sehen, weil diese Branche extrem heterogen ist. Sie besteht aus einem fein gesponnenen Netz extrem heterogener Dienstleister. Und dieses Netz ist aktuell unverschuldet infolge der Corona-Pandemie zum Reißen gespannt. Denn vier Monate ohne Einnahmen sind für viele Unternehmen und Solo-Selbständige extrem belastend und das Licht am Ende des Tunnels ist noch nicht in Sicht. Das Netz darf aber nicht reißen – auch nicht an seinen schwächsten Stellen. Denn die Branche lebt von genau dieser lebendigen Heterogenität, den großen Playern und kleineren Dienstleistern, den kreativen Denkern und handfesten Machern, Tüftlern, Individualisten und (Lebens)-künstlern, die für Ihre Arbeit brennen. Wenn nun viele dieser Unternehmen den zwangsverordneten Marathon nicht meistern, wird diese besondere Vielfalt sterben. Das werden dann auch die Aussteller zu spüren bekommen. Insofern ist nicht nur die Branche an sich in Gefahr, sondern auch der Veranstaltungsmarkt, der immerhin der drittgrößte der Welt ist.

Die Unsichtbaren machen sich sichtbar

In normalen Zeiten bereitet die Branche Anderen die großen Inszenierungen - und bleibt selbst im Hintergrund. Montagnacht hat sie von dieser Regel eine bemerkenswerte Ausnahme gemacht. Und so waren in der Nacht tausende Gebäude in rotes Licht getaucht. Jedes Gebäude als Knotenpunkt in einem unsichtbaren Netzwerk, das es als Ganzes unbedingt zu bewahren gilt!

Unsere Produktionsstätte aus der Vogelperspektive.

Der „flammende Apell“  war insgesamt so beeindruckend, dass ihn viele Menschen für eine Kunstinstallation hielten. Ein Zeugnis von Professionalität und Schönheit - bei aller Verzweiflung.

Text: Petra Hallmann